Baudezernent Dieter Wenzel: „Über 10.000 Fahrzeuge täglich weniger auf Rhönring und Spessartring sind im Jahr 2015 möglich“.
„Der Straßenzug Rhönring - Spessartring ist Bestandteil des Hauptstraßennetzes in Darmstadt und hat eine wichtige Funktion für den Binnenverkehr der Stadt. Der Bau der Nordostumgehung würde diese Einstufung zwar nicht verändern, die Funktion als Hauptverkehrsstraße widerspricht aber nicht der Umsetzung von Maßnahmen zugunsten des Wohnumfelds und einer Verbesserung für Fußgänger und Radfahrer", erklärt Baudezernent Dieter Wenzel in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage des Stadtverordneten Michael Siebel (SPD). Denkbar sei etwa eine stadtverträgliche „Grüne Welle" mit Tempo 30 in Rhön- und Spessartring.Als Beispiele dafür, dass Temporeduzierung und Umgestaltung in Darmstadt erfolgreich umgesetzt wird, nennt Stadtrat Wenzel die Michaelisstraße und die Heinheimer Straße,die beide auch als Hauptverkehrsstraße eingestuft sind und abschnittsweise nur mit Tempo 30 befahren werden dürfen. In der Heinheimer Straße seien zusätzlich bauliche Maßnahmen umgesetzt worden, um die Stadtverträglichkeit zu erhöhen.
„Nach der Prognose für 2015 fahren nach dem Bau der Nordostumgehung täglich rund 9.000 Fahrzeuge weniger durch den Spessartring, der Rhönring würde jeden Tag um über 10.000 Fahrzeuge entlastet. Wenn man bedenkt, dass zurzeit jeden Tag über 1.300 Schülerinnen und Schüler, die zu einem großen Teil aus dem Martins- und Johannesviertel kommen, und täglich mehrfach den Rhönring überqueren müssen, um zur Christian-Morgenstern-Schule, zur Bernhard-Adelung-Schule, Bertolt-Brecht-Schule, Christoph-Graupner-Schule und Ernst-Elias-Niebergall-Schule zu kommen, wird klar, wie deutlich die Nordostumgehung das alltägliche Leben im Viertel entlasten kann", erläutert Baudezernent Dieter Wenzel.
